Das Gymnasium Neustadt/Waldnaab in Kooperation mit dem GEO-Zentrum an der KTB in Windischeschenbach

Lehrkraft der Schule betreut das GEO-Labor und entwickelt Unterrichtsmodule zu lehrplankonformen geowissenschaftlichen Themenstellungen

1987 begann bei uns in der Oberpfalz, nahe der Stadt Windischeschenbach, die Raumfahrt ins Innere unserer Erde. 500 Wissenschaftler aus 12 Nationen werteten mit 350 Projekten die 9101 Meter tiefe Bohrung aus. Das Kontinentale Tiefbohrprogramm der Bundesrepublik Deutschland KTB war Startpunkt für ein ‚Internationales Kontinentales Wissenschaftliches Tiefbohrprogramm’ (ICDP), das sich mittlerweile zu einem Netz an weltweiten Forschungsbohrungen entwickelt hat. Nach wie vor ist das GEO-Zentrum an der KTB in dieses Netz eingebunden und trägt noch heute mit Langzeitmessungen aus dem nahezu vollständig verrohrten dritttiefsten Bohrloch der Erde zur Aufklärung der Geheimnisse unserer Erdkruste bei.

Das ungebrochene Interesse an dieser Forschungsstätte führte dazu, dass sich um den 83 Meter hohen Bohrturm ein Treffpunkt für Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit entwickelte, der sukzessive ausgebaut wird. Schon heute bildet das GEO-Zentrum an der KTB einen motivierenden außerschulischen Lernort, den Schulklassen, Studentengruppen und Lehrkräfte für ihren Unterricht und die Weiterbildung nutzen. Neben dem Bohrgelände, einer großen Ausstellungshalle mit Photovoltaikdach und dem Bohrkernlager steht die moderne Ausstellung System Erde mit interaktiven Stationen, ein großer Tagungsraum und ein GEO-Kino zur Verfügung. Für eine angenehme Pausengestaltung sorgen die Caféteria mit Terrasse und der GEO-Shop. Speziell für schulische Bedürfnisse wurde 2004 ein GEO-Labor eingerichtet, das 2008 wegen der großen Nachfrage eine Erweiterung erfuhr. An der Ausgestaltung und Entwicklung war und ist StD Gernot Köcher maßgeblich beteiligt. Diese Tätigkeit unterstützt das Kultusministerium mit einer Teilabordnung von Herrn Köcher an das GEO-Zentrum.

Der Grundstein wird gelegt