Das Wahlfach „Lebenskompetenz“ organisierte am 18. Oktober 2019 den ersten veganen Pausenbrotverkauf am Gymnasium Neustadt! Die Teilnehmerinnen hatten sich für die Vollkornbrote vier verschiedene Sorten überlegt und selbst hergestellt. Es gab süße sowie deftige Aufstriche, die bestimmte Kriterien einhalten sollten. Vegan, möglichst gesund und möglichst nachhaltig.
Vegan heißt auf tierische Produkte zu verzichten. Gesund heißt, dass die Zutaten möglichst frisch sein sollten, auf synthetische Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe und Gen-Technik verzichtet wurde, Zutaten verwendet wurden, deren Inhaltsstoffe zahlreiche positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben sollen, die Aufstriche so zubereitet wurden, dass diese auch noch enthalten sind etc. Der Aspekt Nachhaltigkeit hat sich als gar nicht so leicht herausgestellt, weil allein schon der Begriff auch in Fachkreisen teilweise zu unterschiedlichen Antworten führt. Daher haben die Schülerinnen in der Gruppe geklärt, was ihnen im Bezug auf Lebensmittel wichtig ist: regional und saisonal, unter fairen Bedingungen (also auch sozial gerecht für die Arbeiter) hergestellt, bio-Qualität – also auch ohne Gen-Technik – sowie ökologisch. Ähnlich schwierig ist daher die Umsetzung gewesen: Welche Produkte wählt man aus? Welche Prioritäten setzt man? Bestimmte Zutaten werden nicht in Deutschland erzeugt oder haben einen größeren ökologischen Fußabdruck als andere, dürfen sie trotzdem verwendet werden? Dass wir als Menschen irgendwie handeln müssen, ist klar. Wir haben mittlerweile aber den Luxus einer immensen Auswahl und somit liegt es auch an uns, was wir wählen, nachdem wir verglichen haben – z.B. umweltverträgliche Herstellung vor oder nach kürzeren Transportwegen vor oder nach Bio-Qualität vor oder nach Fairtrade?
Dass nicht alles immer unter einen Hut zu bringen ist und dies auch nicht unbedingt immer sein muss, wurde hier deutlich. Entscheidend ist bei so einem Thema jedoch am Ende, nicht das Haar in der Suppe der anderen zu suchen, sondern sich selbst für diese Thematik zu sensibilisieren, bei der jeder für sich entscheiden muss, wie er damit umgeht.
Wichtig war den Schülerinnen und ihrer Wahlfachleiterin Frau StRin Arnold, zu vermitteln, dass ein veganes Pausenbrot gut schmecken kann, ein Bewusstsein für vegane Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu schaffen sowie Neugierde dafür zu entwickeln. Positive Bilanz konnten sie allemal ziehen: Alle Pausenbrote wurden verkauft und niemand blieb hungrig.