In stillem Gedenken an Gopal Chaturvedi

In stillem Gedenken an Gopal Chaturvedi

Wir nehmen Abschied von Gopal Chaturvedi, unserem geschätzten Kollegen an der Scindia School und langjährigen, engagierten Betreuer des Schüleraustauschs mit unserer indischen Partnerschule. Viele Jahre lang hat er die Begegnungen zwischen unseren Schulen mit außergewöhnlichem Einsatz begleitet und geprägt. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke – bei seinen Kolleginnen und Kollegen in Indien und Deutschland ebenso wie bei den Schülerinnen und Schülern, die von ihm lernen und mit ihm arbeiten durften.

Gopal Chaturvedi war Deutschlehrer und Housemaster an der Scindia School, das heißt, er kümmerte sich intensiv um „my boys“, also um die Schüler seines Hauses. Weil ihm diese Arbeit so große Freude bereitete, übernahm er nicht nur die obligatorische fünfjährige Amtszeit als Housemaster im Internat, sondern gleich zwei. Beim letzten Besuch erzählte er uns, dass er sogar darüber nachdachte, noch einmal fünf weitere Jahre anzuhängen.

Als Deutschlehrer war er eine Instanz in Indien. Er arbeitete bei den landesweiten Prüfungen im Fach Deutsch mit und war Herausgeber zahlreicher Online-Publikationen sowie sogar deutscher Gedichtbände. Bei uns ist vor allem die Zeitschrift „Zeitgeist“ bekannt, die er jedes Jahr in gedruckter Form mit nach Neustadt brachte.

Neben seiner großen Liebe zur deutschen Sprache engagierte sich Gopal Chaturvedi in zahlreichen sozialen und ökologischen Projekten. So erschien jährlich eine Zeitschrift zu Tier- oder Pflanzengruppen, die sowohl auf dem Burgberg in Gwalior als auch bei uns in Neustadt zu finden waren. Besonders der Vergleich und das Entdecken von Gemeinsamkeiten zwischen seiner Heimat Indien und Deutschland bereiteten ihm große Freude.

Doch er war nicht nur ein Mann des Wortes. Ganz praktisch und tatkräftig engagierte er sich in seiner Umweltgruppe, die sich um die „Fort Biosphere“ kümmerte – ein mehrere Hektar großes Gelände, das mit großem Aufwand und mithilfe zahlreicher Spezialisten renaturiert wurde. Unvergessen bleibt unsere erste gemeinsame Videokonferenz, in der ein englischsprachiger Vortrag über die „Biosphere“ gehalten wurde.
Jedes Jahr beteiligten sich seine Schülerinnen und Schüler an den Umweltprojekten unseres Gymnasiums und trugen so mit dazu bei, dass unsere Schule Blühpakt- und Streuobstschule wurde. Den Abschluss des Klimapfad-Projekts, das ihn besonders begeistert hatte, durfte er leider nicht mehr erleben.

Gopal Chaturvedi hinterlässt seine Ehefrau Jioti, die uns ebenfalls bereits zweimal besucht hat, sowie zwei erwachsene Söhne, auf die er sehr stolz war.

Om Shanti Gopal, es war eine Freude mit dir zusammenzuarbeiten. Wir werden dich in dankbarer Erinnerung behalten.

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