Ab der 6. Jahrgangsstufe startet die 2. Fremdsprache. Es ist möglich Französisch oder Latein zu wählen. Bitte informieren Sie sich dazu über unsere Präsentation.

Französisch

Französisch ist eine Welt- und Kultursprache von hohem formalen und geistesgeschichtlichen Bildungswert, gerade vor dem Hintergrund der engen deutsch-französischen Beziehungen. Sie bietet eine Hilfe für das Erlernen weiterer romanischer Sprachen wie etwa Italienisch oder Spanisch, vermittelt in einzigartiger Weise den Zugang zu den Grundlagen der europäischen Kultur und wirkt in reichem Maße in die Gegenwart hinein. Prägend ist sie auch für den englischen Wortschatz und das moderne Wissenschaftsvokabular. Die Grammatik stellt einen ausgeprägten Regelapparat dar, der der überlegten Analyse bedarf. Sie entspricht in vieler Hinsicht den übrigen romanischen Sprachen.

Der Unterricht findet grundsätzlich in Französisch statt. Der Schüler lernt, sich mündlich und schriftlich in der Fremdsprache auszudrücken. Schreibweise und Aussprache der Wörter sind gesondert zu lernen. Im Rahmen des in Französisch geführten Unterrichtsgesprächs entfalten sich die Inhalte entsprechend der geistigen Entwicklung der Schüler von einfachen Alltagssituationen bis hin zur Behandlung der vielfältigen Aspekte des Lebens in unserer modernen Welt. Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Behandlung ausgewählter Beispiele der französischen Literatur.

Dem Aspekt des wichtigen mündlichen Sprachgebrauchs in einer modernen Fremdsprache trägt seit dem Schuljahr 2007/2008 die Tatsache Rechnung, dass als Prüfungsform auch “mündliche” Schulaufgaben gefordert werden.

Gerade die Kommunikationsfähigkeit in den modernen Fremdsprachen wie Französisch, die durch die Förderung des mündlichen Sprachgebrauchs in der modernen gymnasialen Ausbildung gewährleistet wird, ist  zum Beispiel in den Studiengängen der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften unerlässlich.

Latein

Latein vermittelt in einzigartiger Weise den Zugang zu den Grundlagen der europäischen Kultur und wirkt in reichem Maße in die Gegenwart hinein. Latein ist die Grundlage aller romanischen Sprachen und ist auch prägend für den englischen Wortschatz und das moderne Wissenschaftsvokabular, das sehr oft auf das Lateinische zurückgeht.

Latein erzieht in besonderem Maße zur Genauigkeit, Gründlichkeit und Konzentration, vermittelt also Schlüsselqualifikationen, die in der modernen Arbeitswelt sehr wichtig sind. Die Grammatik ist stark differenziert. Sie kann jedoch weitgehend in ein überschaubares Regelsystem gebracht werden (sog. “Logik” des Latein). Die Struktur einer Sprache wird modellhaft verdeutlicht, und somit unterstützt Latein auch den Deutschunterricht.

Der Lateinunterricht zielt insbesondere darauf ab, den Schüler zu einem präzisen Textverständnis zu erziehen. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Keine Probleme gibt es bei der Schreibung und Aussprache der Wörter.

Der Unterricht vermittelt altersstufengemäß die Begegnung mit dem Kultur- und Gedankengut der Antike. Die Andersartigkeit der antiken Lebensform ist besonders anregend. Die Antworten auf zeitlos gültige Grundfragen des menschlichen Lebens schärfen durch den Vergleich das kritische Urteilsvermögen des jungen Menschen in der Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Latein bietet dem Schüler einen unmittelbaren Zugang zum europäischen Kulturerbe.

Wer Latein wählt, erwirbt nach Abschluss der Jahrgangsstufe 10 mit mindestens der Note 4 das Latinum bzw. mit Abschluss der Jahrgangsstufe 9 mit mindestens der Note 4 das Kleine Latinum (gesicherte Lateinkenntnisse). An der Universität sind Lateinkenntnisse Voraussetzung zum Beispiel für das Studium des gymnasialen Lehramts in den Sprachen bzw. in Geschichte oder  für das Studium der Theologie.